1991: Braucht Starnberg einen zweiten Bahnhof?
Kommunale und landespolitische Themen beherrschten die ersten Monate des Jahres 1991. In einer Veranstaltung wurden die Unterschiede der verschiedenen Entwürfe zur Aktion "Volksbegehren für das bessere Müllkonzept" herausgearbeitet. Über die geplante Einführung einer Pflegeversicherung informierten Manfred Gutsch und Franz Maget die Starnberger SPD. Das Leben im Ortsverein war vom freundschaftlichen Umgang miteinander gekennzeichnet. Der Mitgliederstand betrug 115 und eine aktive Juso-AG setzte Akzente.
Breiten Raum nahm die Entwicklung eines Radwegekonzeptes ein, das auch der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Radfahrer sollten nach Meinung der Sozialdemokraten nicht länger als die Stiefkinder der Verkehrspolitik behandelt werden. Auch der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und ein Familienradltag gehörten zu den Aktivitäten. Ein Streetworker berichtete von seinen Erfahrungen und es wurde beraten, wie man endlich die Verwirklichung des seit langem geforderten Stadtsaals forcieren könnte.
Beherrschendes kommunalpolitisches Thema war der Bau eines zweiten Bahnhofes in Starnberg an der Leutstettener Straße. Die Auseinandersetzungen führten zu einem leichten Mitgliederverlust des Ortsvereins. Mit einer Debatte über die Asylpolitik, an der auch Vertreter der CSU teilnahmen, ging das politische Jahr zu Ende. Gesellig war es bei der fast schon traditionellen Weihnachtsfeier.
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