1988: Die CSU zeigt soziale Dickfelligkeit

Fortgesetzt wurden unter der Führung von Holger Knigge die gemeinsamen Vorstandsgespräche mit anderen Starnberger Vereinen wie dem Bund Naturschutz, dem TSV und der Musikschule. Die ständige Beschäftigung mit der Problematik des Verkehrs in der Kreisstadt führte zur Gründung einer "Arbeitsgemeinschaft Verkehr", deren Leitung Reinhard Dirr übernahm.

Das SPD-Umweltkonzept wurde in die Arbeit des Stadtrates eingebracht. Außerdem legte man Wert auf die Aktivierung der Mitgliedschaft. Im November verabschiedet sich allerdings der langjährige Stadtrat Otto Roßmadl aus der aktiven Politik. Zum Jahresabschluss nahm die SPD den Wohnungsbau in Starnberg aufs Korn. Sie kritisierte die schleppende Planung für die Bebauung des Walz-Grundstückes an der Oswaldstraße. Die Presse schrieb in diesem Zusammenhang, Starnberg sei weit weg von einer "Bilderbuchgemeinde". Angesichts der Hunderten von Wohnungssuchenden, die vor allem preiswerten Wohnraum im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus bräuchten, zeigte die CSU "soziale Dickfelligkeit", kritisierte die SPD. Sie stellte ein umfassendes Umweltschutzkonzept vor. Danach referierte der erste Bürgermeister vor dem Ortsverein. Er lobte den Bürger für seine Mitarbeit - was so gar nicht zu Thallmairs sonstiger Bürgerschelte passen wollte. Aber der Wahlkampf stand bevor.