1983: Das Jahr der "Wende"
Mit einem Fackelzug, der von Söcking nach Starnberg führte, erinnerte die SPD im Januar an die Machtergreifung Adolf Hitlers vor 50 Jahren. Alois Mittermüller vom DGB behandelte dann im Februar das Thema Arbeitslosigkeit. Die Bundestagswahl am 6. März war ein schlimmer Tag für die deutschen Sozialdemokraten: Es fand die bundespolitische "Wende" statt. Die Devise von Marina Schrenk lautete aber: Nicht resignieren, sondern in Geschlossenheit weiterkämpfen für die Ziele der SPD.
Während der Amtszeit von Marina Schrenk entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit des Ortsvereinsvorstandes mit den verschiedensten Starnberger Vereinen, Verbänden und Institutionen. Der Erfolg dieser Arbeit lag darin, dass die Vorsitzende gemeinsame Vorstandssitzungen einberief, bei denen die anstehenden Probleme und mögliche Lösungen im direkten Gespräch erörtert wurden. Marina Schrenk war davon überzeugt, dass trotz aller sachlichen Unterschiede und zuweilen harter politischer Auseinandersetzungen eine Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg möglich ist. Im September trat Marina Schrenk mit drei weiteren Vorstandsmitgliedern von ihrem Amt zurück. Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Ortsvorstandes hatten Marina Schrenk zu diesem Schritt veranlasst.
Der Ortsverein hatte ein bisschen Beruhigung nötig - und abermals sprang Manfred Gutsch, der den Ortsverein bereits Anfang der 70er Jahre erfolgreich geführt hatte, in die Bresche. Hinzu kam, dass Manfred Gutsch von der SPD im Landkreis zum Landratskandidaten für den Wahlgang im März 1984 gewählt worden war.
Gleich nach der Neuwahl des Ortsvorstandes begannen die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen. Im November wurde das Programm für die Stadtratswahlen vorgestellt. Die Schwerpunkte waren der Schutz der Umwelt, die Wohnungs- und die Sozialpolitik. Der Wahlkampf kam auf Touren - kurz unterbrochen von einer Weihnachtsfeier.
Holger Knigge als Bürgermeisterkandidat und Manfred Gutsch als Bewerber um das Amt des Landrats luden zu Podiumsdiskussionen, Bürgergesprächen und Kundgebungen ein. Im Dezember lieferte sich Manfred Gutsch mit den Kandidaten der anderen Parteien eine heiße Redeschlacht.
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