1981: Der Kultursaal fehlt - es wird weiter debattiert

Dieses Konzept wurde im Januar vom Ortsverein verabschiedet. Die Stadtratsfraktion stellte den Antrag, das Konzept beim Ideenwettbewerb für die Bebauung der "Starnberger Wiese" zu berücksichtigen.

Wieder einmal stand im Frühjahr der Bau des Stadt- oder Kultursaales im Mittelpunkt der politischen Diskussionen. Die SPD hatte schon seit vielen Jahren die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung betont und sprach sich nochmals für den Standort neben der Alten Oberschule aus. Besonders nahm sich Altstadtrat Hans Zellner dieses Themas an, das vor allem den kulturschaffenden Vereinen unter den Nägeln brannte.

Die Landtagswahl warf im Mai ihren Schatten voraus: Die beiden Bewerber um die Kandidatur, Ameli Erhard aus Pöcking und Holger Knigge aus Söcking, stellten sich dem Ortsverein vor.

Im Rahmen einer "Halbzeitbilanz" präsentierten Reinhard Dirr und Holger Knigge, der Vorsitzende der Stadtratsfraktion, die Arbeit der SPD der örtlichen Presse. Besonders hart gingen sie dabei mit dem "Starnberger Stadtgespräch"", einer von der Stadtverwaltung herausgegebenen Rundsendung an alle Haushalte, ins Gericht. Sie bezeichneten das Blatt als "CSU-Postille". Gerade auch deshalb müssten die Bürger künftig stärker von der SPD informiert werden, wie dies bereits früher auf den Stadtteilversammlungen geschehen sei. Der CSU wurde vorgeworfen, den Wohnungsbau zu wenig voranzubringen und "Anzeichen sozialer Müdigkeit" erkennen zu lassen.

Auch die geselligen Aktivitäten kamen nicht zu kurz: Zum ersten Mal wurden neue Mitglieder zu einem Sommerfest eingeladen, die Tradition der Radltour wurde fortgeführt und das "sportliche" Angebot um eine Herbstwanderung nach Machtlfing erweitert.

Unterdessen unterbreitete die Bundesbahn neue Vorschläge zur Verkehrssituation im Bahnhofsbereich. Es ging um den Bau eines Parkhauses hinter dem Evangelischen Gemeindehaus und die genaue Positionierung der Ringstraße. Die Vorschläge wurden im Ortsverein debattiert.

Das Thema "Frieden und Abrüstung" dominierte den politischen Herbst. Der Bundestagsabgeordnete Rudolf Schöfberger zog mit einer Veranstaltung, die unter dem Motto "Kündigt den Nachrüstungsbeschluss" stand, vor allem viele junge Leute an. In Bonn fanden zu dieser Zeit Großdemonstrationen gegen die Nachrüstung statt - dieses Thema bewegte viele Menschen.