1961: Politischer Alltag: Tagungen und Arbeitskreise
Am 5. Mai 1961 schied Emil Rohm wegen Arbeitsüberlastung als stellvertretender Ortsvorsitzender von Starnberg aus. An seine Stelle trat Otto Roßmadl. Am 13. August 1961 sprach Fritz Erler in Starnberg - natürlich ein aufsehenerregendes Ereignis. Am 2. August 1963 feierte der SPD-Kreisverband Starnberg mit Prof. Hoegner das 100jährige Bestehen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Am 28. November '63 sprach Herbert Wehner auf einer Konferenz des Unterbezirks Oberland (zu dem damals noch Weilheim gehörte) in Weilheim. Am 6. Februar 1964 gründete Dr. Reinhold Kaub den "Arbeitskreis Sozialdemokratischer Akademiker" kurz ASA genannt. Damit begann eine Reihe interessanter politischer Veranstaltungen und Bildungsvorträge. Die Arbeit mit dem ASA trug Kaub einen guten Ruf ein. Am 26. Februar 1964 sprach der SPD-Landesvorsitzende Volkmar Gabert auf einem Jugendinformationsabend in Starnberg. Am 13. Mai 1964 wurde Fanny Ellmer vom Stadtrat verabschiedet. An die Stelle von Emil Rohm, der aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz des SPD-Kreisverbandes Starnberg am 13. Mai 1964 zurückgab, trat Walter Keßler. Am 16. Februar 1965 sprach Waldemar von Knoeringen, der große "Sozialromantiker" der SPD, vor einer vielbeachteten Versammlung des ASA über das Thema "Das Ende des Föderalismus". Am 26.2.1966 starb Fanny Ellmer.
Bei den Stadtratswahlen am 13. März 1966 erreichte die SPD nur fünf Sitze. Die FDP ging mit acht Sitzen als stärkste Fraktion hervor, die CSU behauptete sieben Mandate. Am 11. Mai 1966 trat Franz Heidinger nach 17jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Starnberger SPD-Ortsvereins zurück. Seine Nachfolge trat Otto Roßmadl an. Die Aktivität der Jungsozialisten nahm erfreulicherweise immer mehr zu. Am 28. September 1966 wurde Dr. Reinhold Kaub als Direktkandidat für den Bayerischen Landtag nominiert. Er schaffte beachtlich viele Stimmen, kam jedoch nicht auf Anhieb in den Landtag, erst als erster Ersatzmann im Nachrücken. Die Jusogruppe war auf 22 Mitglieder angewachsen. Am 21. Januar 1968 wurde Georg Kahn-Ackermann zum Vorsitzenden des Unterbezirks Oberland gewählt; er vertrat Starnberg auch im Bundestag. Am 18. Juni 1969 scheiterte die gemeinsame Nominierung aller drei Parteien von Franz Heidinger zum Bürgermeisterkandidaten als Nachfolger für den zum Landrat gewählten Dr. Rudolf Widmann. Dr. Dietrich Nippold wurde als Kandidat aufgestellt und schlug sich hervorragend. In der Stichwahl fehlten ihm nur knapp 400 Stimmen zum Sieger der Wahl, dem jetzigen CSU-Bürgermeister Heribert Thallmair. 1970 rückte Heini Gerstetter für den ausgeschiedenen Emil Rohm in den Stadtrat nach. Am 29.Januar 1971 starb Emil Rohm nach langer, schwerer Krankheit.
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