1907: Nur Bürgerliche in den Magistrat?
Erstaunlich war auch, wie intensiv sich die Starnberger SPD-Mitglieder mit der Kommunalpolitik, vor allem mit den Problemen Starnbergs, befassten, obwohl sie nicht einmal einen der Ihren im Magistrat sitzen hatten. Nur Bürgerliche, und das waren die Kaufleute und Beamten, waren damals in Starnberg gut genug, Volksvertreter zu sein. Zum ersten Mal bekundeten die Starnberger Genossen ihren Willen, kommunalpolitische Entscheidungen nicht einfach über ihre Köpfe hinweg entscheiden zu lassen, am 1. Dezember 1907, als sie nach dem Rücktritt des damaligen Bürgermeisters Carl Emslander eine Resolution verfassten, in der sie für Starnberg "einen rechtskundigen Bürgermeister" forderten.
Um Weihnachten 1907 herum waren die Genossen - so kann man nachlesen - äußerst aktiv. Oft ließen sie es nicht mit einer Versammlung im Monat bewenden - es waren sogar häufig deren zwei
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