1892: Ein Stern am SPD-Himmel: Georg von Vollmar
Doch unsere Ahnväter ließen sich nicht beirren. Sie hielten Versammlung um Versammlung ab und klärten die Bevölkerung über die Missstände in der damaligen Gesellschaft auf. Nachdem sich am 8. Dezember die Sektion Starnberg aus dem Sozialdemokratischen Wahlverein München, dem noch Machtlfing und Tutzing angehörten, als ein eigener Ortsverein Starnberg ausgelöst hatte, begann die große Zeit von Georg von Vollmar, der viele Jahre hindurch Reichstags- und Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis München 11, zu dem auch der Wahlbezirk Starnberg gehörte, war. Damals war diese Doppelspurigkeit als Reichs- und Landtagsabgeordneter noch möglich. In zahllosen Reden vor der Bevölkerung - vor allem in Tutzing - versuchte der große Mann der bayerischen Sozialdemokratie, die Wähler von dem Gedankengut der SPD zu überzeugen und war damit äußerst erfolgreich. Es gelang ihm damals nämlich mehrfach, seinen Gegenkandidaten von der zur selbigen Zeit fast allmächtigen Zentrumspartei zu schlagen. Und das will etwas geheißen haben! Die größte Aktivität im Leben des Starnberger Ortsvereins um die Jahrhundertwende stellte man - wie sollte es auch anders gewesen sein - immer kurz vor den Wahlen fest. Da jagte eine Wählerversammlung die andere
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