Begegnungszone in Konstanz

Foto: SPD-Delegation beim Besuch in Konstanz

Besuch der SPD Starnberg bei der Konstanzer SPD-Fraktion

Am 30.1.2010 fuhr eine Delegation von Starnberger SPD Mitgliedern an den Bodensee. Trotz starken Schneefalls brachte uns der SPD Kreisvorsitzende Tim Weidner gut und sicher nach Konstanz und wieder zurück ins Fünf-Seen-Land. Wir wurden von der SPD Fraktion im Konstanzer Gemeinderat sehr gastfreundlich empfangen. Die Bodenseestadt hat von 2003 bis Januar 2008 in einem Stadtentwicklungsprogramm Leitlinien für alle Bereiche des kommunalen Lebens und die Entwicklung von Konstanz bis zum Jahr 2020 erarbeitet. Die Konstanzer Genossen schilderten ihre Erfahrungen während der Entwicklung und bei den bereits erfolgten Umsetzungen mit diesem auch in Starnberg begonnenen Prozess.

Für die Herrschinger SPD war Michael Dehnert mit an den Bodensee gefahren. Sein spezielles Interesse galt den Planungen für die Begegnungszone Konstanzer Bahnhofsplatz. Der verantwortliche Planer erläuterte direkt am Pilotprojekt den Stand der Planungen und bisherigen Erfahrungen.

Das Projekt in Konstanz gilt bundesweit als eines der Pilotprojekte für das vor allem aus der Schweiz bekannte Modell einer Begegnungszone im örtlichen Verkehr. Es gibt zwei Vorentwurfsvarianten, eine soll voraussichtlich im März 2010 ausgewählt werden. Der Umbau des Bahnhofplatzes zur Begegnungszone soll 2011 und 2012 durchgeführt werden. Konstanz ist wegen der direkten Nähe zur Schweiz nahe an den dortigen bereits existierenden Begegnungszonen (z.B. Biel) gelegen.

Rechtlich wird das Projekt vom Innenministerium Baden-Württemberg mit Sondergenehmigung als Versuch geführt - eines von mehreren Pilotprojekten in diesem Bundesland.

Die geplante Zone hat - wie auch die Stadt Konstanz - natürlich eine andere Dimension als der Bahnhofsbereich in Herrsching. Einige Randbedingungen sind aber ähnlich (Bahnhof im Ortskern, unterschiedliche, "sich begegnende" motorisierte und nicht-motorisierte Verkehrsarten, ÖPNV und Taxis, Seenähe, Touristenort, ineinander übergehende Bereiche von Bahnhof, Ortskern und Seeanbindung).

Herrsching, Gemeinderat und Bauverwaltung könnten also auf der - sehr kompetenten - Vorarbeit der Konstanzer Politiker und Planer aufbauen. Herrsching könnte sicher auch von einer öffentlichen Förderung als kleinere Gemeinde mit einem Pilotprojekt als Begegnungszone profitieren. Nötig hierzu ist der politische Gestaltungswille und die Offenheit der Herrschinger Bürgerinnen und Bürger zur Verbesserung der - gerade von Familien, Senioren, Behinderten und Jugendlichen - so häufig beklagten Verkehrssituation im Ortsbereich.

Eine wichtige Erfahrung der Planer in Konstanz war: Bürgerinnen und Bürger auch mit speziellen Anforderungen - Mütter und Väter, Behinderte, Taxifahrer, Verkehrsverein, Einzelhandel, ADFC, . . . - möglichst frühzeitig einbeziehen und informieren!

Fazit: Die SPD Herrsching arbeitet weiter daran, Herrsching zum Pilotprojekt als "kleine Gemeinde" für eine Begegnungszone im Ort zu machen. Haben Sie Fragen oder Interesse an einer Mitarbeit? Sprechen Sie uns an!