Ziele

[THEMEN: Christiane Falk ]

Was soll in den nächsten Jahren passieren?

Die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt muss gewährleistet sein.
Meine Politik zielt auf die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt.
Sie muss die nötigen Grundlagen zur Bewältigung der gesellschaftlichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen der Zukunft schaffen.

Ich will die Lebensqualität ALLER Altersgruppen in Starnberg verbessern.
Genauso, wie die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger HIER ihren Lebensabend verbringen wollen, muss auch die heranwachsende Generation sich in Starnberg heimisch fühlen und Wohnraum und Arbeit finden.

Sieht man sich die demoskopische Entwicklung an, dann werden "zu wenig" Kinder geboren. Der Anteil der Älteren in der Bevölkerung steigt.

KINDER

Die Möglichkeit, sich als Eltern die Erziehungszeiten zu teilen, ist nur ein Schritt, um dem entgegenzuwirken. Wir haben vor Ort die Aufgabe, die Betreuung für Kinder so zu gestalten, dass Kinder wieder eine Selbstverständlichkeit in der Lebensplanung werden. Kinder müssen als Chance und großes Glück erlebt werden, nicht als Hemmschuh oder Karriereknick.
Deshalb müssen wir das Angebot an Kinder-Betreuungsplätzen drastisch erhöhen. Nicht nur Krippen-Plätze oder Kindergartenplätze, sondern auch Hortplätze für die Schulkinder.
Wir brauchen ein ganzheitliches Kinder-Betreuungs-und Förderungs-Konzept. Z.B. bestehen für die Betreuung der ganz Kleinen ab 1 Jahr im Kindergarten ganz andere Anforderungen, als für die Kinder, die bald in die Schule kommen. Ruhe/Schlafräume, Lern-und Übungsplätze, Freiflächen für ganz Kleine und größere Kinder. Dies kann nicht von den Kindergärten einzeln geleistet werden, hier brauchen wir ein städtisches Konzept. Bildung beginnt bereits im Kindergarten und Bildung ist mehr denn je die Voraussetzung für einen guten Start ins Leben und: Bildung muß jedem zugänglich sein.

JUGEND

Aber auch die Jugend sollte mehr in unseren Fokus kommen.
Der Bau des Jugendzentrums muss forciert werden
Das Ferienprogramm ist bereits ein tolles und umfangreiches Angebot für Kinder und Jugendliche dank des unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes vieler Vereine. Dieses Programm hat sich bewährt und sollte wenn möglich auch auf andere Ferien ausgedehnt werden. Niemand hat 13 Wochen Urlaub im Jahr, also müssen wir als Stadt dafür sorgen, dass Ferien nicht zum Problem sondern zum Erlebnis werden.

SENIOREN

Manchmal können ja Großeltern aushelfen. Aber da sind wir dann schon beim nächsten Punkt. Unsere Senioren.
Sie haben ein Leben lang gearbeitet, Kinder großgezogen und am Ende bleibt oft nicht die Möglichkeit in Starnberg zu bleiben.

Wir brauchen ganz dringend bezahlbares altengerechtes Wohnen. An erster Stelle steht hier für uns das "Betreute Wohnen". Es ist ein Skandal, dass bisher kein Betreutes Wohnen in Starnberg realisiert werden konnte.
Selbständiges und selbstbestimmtes Leben so lange wie möglich, das müssen wir in unserer Stadt unseren Senioren ermöglichen.

Aber auch andere Wohnformen müssen überlegt werden, wie z.B. Alters-WG´s, mit der ganzen Familie in einer Wohnung oder Haus wohnen.

FAMILIEN

Das scheitert aber schon wieder daran, dass es gar keinen Wohnraum für "Großfamilien" mehr gibt. Generationen-übergreifendes Wohnen ist ein wichtiges Thema. Der Austausch zwischen den Generationen, die große Chance, von den Erfahrungen und dem Wissen der Senioren zu profitieren, darf nicht vertan werden. Es ist ein Geschenk für jedes Kind, wenn es mit Eltern UND Großeltern aufwachsen kann. Das Projekt am Wiesengrund mit seinem Konzept für generations-übergreifendes Wohnen ist ja nun leider vom Projekt an der Egerer Straße überholt worden.
Die Stadt hat aber das Gelände am Wiesengrund für genau diese Idee "Generationsübergreifendes Wohnen" erworben. Ich werde deshalb nicht locker lassen, bis auch große Familien von der Oma bis zum Enkel unter einem Dach leben können.

Aber wenn es um die Beziehung zwischen Enkel und Großeltern geht, müssen es ja nicht immer die eigenen Großeltern sein. Eine gute Möglichkeit für den generationsübergreifenden Austausch würde die enge Kooperation zwischen Seniorenbeirat und Kinderschutzbund z.B. Bieten. Wir müssen diesen Einrichtungen, die einen großen Beitrag in unserer Gesellschaft leisten, die Möglichkeiten zur Arbeit aber auch geben. Deshalb ist es notwendig, das Seniorenzentrum besser unterzubringen.

VERKEHR

Geht man weiter durch unsere Stadt, dann ist spätestens jetzt das Thema Verkehr angesagt. Die Hauptstraße ist zum unüberwindlichen Hindernis geworden, genauso wie die Hanfelder Straße. Prof. Kurzac hat im Stadtrat die neuen Verkehrszahlen auf den Tisch gelegt. Nach seiner Aussage, kann der Tunnel auf jeden Fall helfen, einige Verkehrsprobleme besser in den Griff zu bekommen. Dies geht aber nur mit flankierenden Maßnahmen zum Tunnelbau / zur Tunnelnutzung. So z.B. die Abstufung der Hanfelder Straße, der Söckinger Straße und der Possenhofener Straße.

Damit wären diese Straßen dann Gemeindestraßen und wir dürften selbst als Stadt über den Umbau z.B. mit Radwegen entscheiden.
Denn auch das hat Prof Kurzac gesagt: der meiste Verkehr resultiert aus dem Ziel- und Quellverkehr. Also Autofahrten, die nicht Durchgangsverkehr sind, sondern Autofahrten, die in der Stadt ihr Ziel oder ihren Ursprung haben.
Wir müssen für uns also Möglichkeiten schaffen, die es uns erlauben, ohne Lebensgefahr mit dem Fahrrad oder zu Fuß einen Teil unserer Erledigungen zu ermöglichen, oder wir keine Angst haben müssen, unsere Kinder mit dem Fahrrad in die Schule zu schicken, als sie mit dem Auto zu bringen. Auch der Ausbau des ÖPNV steht ganz oben auf der Agenda. Das Auto am Rand der Innenstadt ins Parkhaus stellen (die gibt es ja) und dann alle 10 Minuten die Möglichkeit haben mit einem Innen-Stadt-Bus von Station zu Station zu hüpfen. Da kann man das Auto leicht stehen lassen, wenn mit dem Parkticket auch gleich der Bus bezahlt ist.

Weniger Verkehr in der Stadt, weniger Lärm in der Stadt, weniger Schadstoffe in der Luft.

ENERGIEWENDE

So streife ich auch noch ein Thema. Im Kreistag wurde EINSTIMMIG beschlossen, dass bis 2035 der gesamte Energiebedarf auch im Landkreis durch regenerative Energien geleistet werden soll. Dies ist ein löblicher Beschluss, der aber zur Farce wird, wenn ihn die Gemeinden nicht umsetzen. Nur wenn die einzelnen Gemeinden diesen Beschluss zu ihrem eigenen machen, kann dieses Ziel überhaupt nur erreicht werden.
Deshalb haben wir Sozialdemokraten in Starnberg den Antrag gestellt, dass wir dieses Ziel bereits 5 Jahre vorher anstreben, nämlich schon für 2030. Das heißt jetzt nicht, ein eigenes Kraftwerk, sondern das heißt, wir haben zum Ziel, bis 2030 soviel regenerative Energie selbst zu erzeugen, wie wir selbst in unserer Stadt verbrauchen. Also Input = Output.
Einen großen Schritt in diese Richtung würden wir mit der Verwirklichung einer Geothermie-Anlage machen. Eine Firma hat sich zwar bereits die Bergungsrechte hier in Starnberg sichern lassen, möchte aber das von ihr geförderte heiße Wasser nur für die Stromerzeugung nutzen. Nun darf man von seiten des Staates Geothermie nicht allein für die Stromerzeugung nutzen, Stromerzeugung ist nur in Verbindung mit Wärmeerzeugung erlaubt. D.h. Diese Firma braucht einen Partner zur Wärmeerzeugung, um selbst den Strom in Starnberg erzeugen zu dürfen. Das Wasser kommt hier mit fast 120 Grad aus der Erde, das heißt, es liegen die besten Bedingungen vor. Hier muß die Stadt diese einzigartige Chance ergreifen und zum Partner für dieses Projekt werden. Z.B. indem man in einer gemeinsamen Gesellschaft dieses Vorhaben durchführt.

SEEANBINDUNG

Die Seeanbindung hat bereits Abende gefüllt, wir haben dazu Informationsveranstaltungen und Besichtigungstermine angeboten. Deshalb streife ich dieses Thema nur kurz. Unsere Stadt liegt am See. Dass wir durch die Bahnlinie getrennt diesen See kaum wahrnehmen ist eine historische Fehleinschätzung bzw. -planung, genauso wie eine Autobahn inmitten einer Stadt enden zu lassen. Doch wir haben mit diesen Gegebenheiten umzugehen und lamentieren ist keine Lösung.

Was also tun?

In einem Architektenwettbewerb wurde Morphologic als Zweiter Sieger gekürt. Das Ergebnis spricht Bände. Die Vorschläge aus dem Plan haben die "Herzen" der Starnberger jedoch nicht erobert. Nun gibt es die Phase der Nachbesserung und diese Chance müssen wir wahrnehmen. Die Verträge aus dem Jahr 1987 mit der Bahn, die Grundstücksgewinne hieraus, die Möglichkeit, die Stadt zum See zu bringen, muß gewissenhaft und ohne Druck geprüft und diskutiert werden. Wenn wir dieses viele Geld in die Hand nehmen, müssen wir dadurch eine historische Fehlentscheidung definitiv revidieren können und nicht durch massive Neubauten die nächste historische Fehlentscheidung in die Wege leiten.

Die Bahn plant im Werdenfels Takt eine starke Erhöhung der Anzahl an Zügen. Verbunden damit ist auch der Ausbau und Umbau von Teilstrecken der Bahn. Mehr als 250 Millionen Euro will der Bund dafür ausgeben, um die Strecke für diese Verstärkung fit zu machen. Wenn also der Bund wirklich auf der Strecke investiert, dann wollen wir doch dabei sein. Es kann doch nicht sein, dass uns der Bund die Autos von hinten und die Züge von vorne in immer größerer Anzahl reindrückt und wir selbst die Finanzierung eines reibungslosen Durchlaufs übernehmen.

Wir müssen also wach sein und die Chancen ergreifen, die sich uns bieten.

Eines möchte ich aber auf jeden Fall noch anbringen.

EHRENAMT

Was mich immer wieder sprachlos macht, im positiven Sinne, ist das Engagement und der immense Einsatz unserer Ehrenamtlichen. Angefangen bei der Feuerwehr oder THW über die Sportvereine bis hin zu den sozialen und caritativen Einrichtungen, die alle nicht ohne die Ehrenamtlichen ihre Arbeit leisten könnten.

Was ich sagen möchte ist, dass wir noch viel zu wenig diesen unermüdlichen Einsatz, diese Freiwilligkeit, in der eigenen Freizeit professionelle Arbeit ohne Bezahlung zu leisten, würdigen.

Wieviel ärmer wäre unsere Stadt, wenn es diese Menschen nicht gäbe.

Wir brauchen ganz dringend ein Haus der Vereine, um diese Arbeit zu erleichtern und auch attraktiver zu machen.

Zusätzlich wäre eine "Bürgerstiftung" hilfreich, um das gesellschaftliche Engagement für soziale, kulturelle, humanitäre und ökologische Aufgaben zu mobilisieren und zu fördern. Nicht jeder kann sich persönlich in seiner Freizeit einbringen , aber viele würden sich vielleicht finanziell einbringen, um diese Arbeit und diese Einsatz zu sichern oder manchmal vielleicht auch erst zu ermöglichen.

Sie sehen, ich betrachte Starnberg in vielen Facetten und in vielen Bereichen, die unser Leben hier ausmachen.

Die Politischen Themen Starnbergs auf nur ein Thema wie den Verkehr zu begrenzen halte ich für fahrlässig. Unser Leben besteht aus vielen verschiedenen Bereichen, die alle mit Sorgfalt und Fürsorge umsorgt werden müssen, damit wir in dieser Stadt friedlich, zufrieden und gesund leben können.

Ich werde mich mit all meiner Kraft für die Interessen Starnbergs einsetzen und danke Ihnen für Ihr Vertrauen.