26.02.2007

Pressemitteilung des Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Joachim Wolbergs zu den Vorfällen innerhalb der Regensburger CSU und den Ankündigungen der MMC

„Vorfälle innerhalb der CSU und Ankündigungen der MMC nur schwer erträglich“

Wolbergs fordert Klerikale auf, sich nicht in das politische Geschäft einzumischen

 

„Die Vorfälle innerhalb der CSU rund um Herrn Fürst, aber vor allem auch die Ankündigungen der MMC, sich verstärkt in die Politik einzumischen sind nur schwer erträglich“, so der SPD Fraktionsvorsitzende in einer Pressemitteilungen zu den Vorfällen der letzten Woche.

Ähnlich wie Herr Bischof Mixa und dessen Gefolgsleute meine nun wohl auch die Marianische Männer Congregation Regensburg sich in das politische Geschäft einmischen zu müssen, was nicht hinnehmbar sei so Wolbergs.

Habe sich die MMC zwar noch nicht zu so unglaublichem Vokabular wie „Gebärmaschinen“ hinreißen lassen, so seien doch mit Sorge deren Aktivitäten zu beobachten.

„Wir mischen uns nicht in kirchliche Angelegenheiten ein und ich erwarte deshalb, dass sich die MMC natürlich auch aus dem politischen Geschäft raushält“, so Wolbergs weiter.

Die Ausführungen der MMC zu „donum vitae“ seien typisch für das Menschenbild der MMC und müssten in aller Form zurückgewiesen werden. Hier zeige sich, dass offensichtlich einige Männer nicht den Hauch einer Vorstellung von Notlagen haben, in denen sich vor allem Frauen, aber auch Familien befänden.

„Ich hoffe sehr, dass sich auch die Bundestagsabgeordnete Frau Eichhorn, die ja auch stellvertretende Landesvorsitzende von „donum vitae“ ist, nun endlich einmal dazu herablässt und die Vertreter der MMC und Herrn Fürst in aller Deutlichkeit in die Schranken weist“, so Wolbergs.

Auch zu den Vorfällen innerhalb der CSU äußerte sich Wolbergs nochmals in aller Deutlichkeit.

Es sei kein Wunder, wenn die Menschen in Regensburg das Vertrauen in Politik und die Politiker verlieren würden, wenn Ihnen deutlich wird, dass es nur um Machtspiele und interne Absprachen gehe, nicht aber um Sachpolitik, so Wolbergs.

Er sei froh, dass nun offensichtlich auch einigen Funktionären innerhalb der CSU dies dämmere und immer deutlicher werde, dass Personen wie Herr Fürst für das politische Wirken einer großen Volkspartei unerträglich seien.

Er selbst fordere Fürst auf, doch vielleicht erst einmal Profil in kommunalpolitischen Sachfragen zu zeigen, ehe er sich zu Höherem berufen fühle. Kommunalpolitisch sei Herr Fürst in den letzten Jahren seines Wirkens eher eine Null gewesen.

„Es ist auch nicht gerade hilfreich für das Image unserer Stadt, wenn der größte Ortsverband einer großen Volkspartei von einer Person geführt wird, die eher fragliche politische Ansichten besitzt.“ 

Wolbergs forderte abschließend den CSU Kreisvorsitzenden Welnhofer auf, das Treiben zu beenden oder seinen Platz zu räumen, um besonnen Kräften innerhalb der CSU wieder die Möglichkeit zu geben, die Regensburger CSU in das Fahrwasser einer Volkspartei zurück zu führen.

gez.  

Joachim Wolbergs

 

   

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