| 03.04.2006 |
SPD-Fraktionsgespräche; Gespräch mit pro familia Regenburg am 03.04.2006
In der Reihe der
SPD-Fraktionsgespräche Ausgehend vom Tätigkeitsbericht 2005 musste dabei übereinstimmend festgestellt werden, dass der Beratungsbedarf nicht zuletzt auch aufgrund der augenblicklichen wirtschaftlichen Situation stetig ansteigt. So wurde berichtet, dass neben der eigentlichen Schwangerenkonfliktberatung die nachgehende Betreuung immer größeren Raum einnimmt. Ein weiteres Betätigungsfeld seien die Aktivitäten im Bereich der Prävention, die sich zu großen Teilen an Kinder und Jugendliche ab der 3. Grundschulklasse richten. Schwierig gestaltet sich nach wie vor die Frage der Finanzierung, zumal der Freistaat Bayern auch hier die bisher neben den gesetzlichen Finanzierungsanteilen gewährten freiwilligen Leistungen von bis 15 auf jetzt 10 % der förderfähigen Gesamtkosten gekürzt hat, was zu einer Finanzierungslücke ab 2006 von derzeit rd. 13.000 Euro führen wird. Seitens der SPD-Stadtratsfraktion wurde zugesagt, die Bemühungen von pro familia zur Schließung dieser Finanzierungslücke zu unterstützen. Die Überlegung von pro familia zur Gründung eines Fördervereins wurde dabei ausdrücklich begrüßt. Die SPD-Stadtratsfraktion ist der Auffassung, dass pro familia zur Aufrechterhaltung eines pluralen Beratungsangebotes unverzichtbar ist und der Freistaat Bayern in der Pflicht wäre, dieses Angebot auch mit ausreichenden Finanzmitteln auszustatten. Bedauerlicherweise sind es gerade solche Initiativen und Vereinigungen wie pro familia, die unter dem Spardiktat der Staatsregierung in besonderer Weise zu leiden haben und dadurch an den Rand der Existenzfähigkeit gedrängt werden. Wer sich den Schutz ungeborenen Lebens politisch auf die Fahnen schreibt, müsste alles daran setzen, den Weg dorthin durch die Stärkung umfassender, weltanschaulich neutraler Beratungsangebote zu ebnen. Mit freundlichen Grüßen gez. Joachim Wolbergs Fraktionsvorsitzender |