Positionspapier der SPD-Stadtratsfraktion und des SPD-Stadtverbandsvorstands
zur
Sanierung der Steinernen Brücke und zur Frage einer ÖPNV Ersatztrasse:
Der SPD-Stadtverbandsvorstand bittet die
SPD-Stadtratsfraktion folgende Ziele zu verfolgen:
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Die
Vorbereitungsarbeiten und Planungen für eine Sanierung der Steinernen
Brücke sind zu beschleunigen. Dabei sind diese Arbeiten so auszuführen,
dass nach der Sanierung der Steinernen Brücke nicht ausgeschlossen ist,
diese Brücke auch in Zukunft als ÖPNV Trasse zu nutzen.
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Die
Finanzierungsfragen bezüglich der Sanierung Steinerne Brücke sind
umgehend, d.h. rechtzeitig zur Erstellung des Investitionsprogramms
2005-2009 der Stadt Regensburg einer Klärung zuzuführen. Die notwendigen
Mitteleinplanungen sind in diesem Investitionsprogramm vorzunehmen.
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Die
Brückensanierung soll zum frühest möglichen
Zeitpunkt, d.h. sobald die dritten Spuren und die Lärmschutzmaßnahmen auf
der Pfaffensteiner Brücke abgeschlossen sind, spätestens
jedoch 2008 beginnen.
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Der
Regensburger Verkehrsverbund soll, für die - ab Beginn der Sanierung der
Steinernen Brücke - zu verlegenden Buslinien ein Konzept für eine
geänderte Linienführung erarbeiten. Die Vorschläge des Planungsdialogs
hierzu sind in die Überlegungen einzubeziehen.
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Die
Stadtverwaltung ist aufzufordern für eine eventuell erforderliche reine ÖPNV-Ersatztrasse
die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln - Kostenschätzung - und zu
klären und gegenüber Stadtrat und Öffentlichkeit darzustellen, wie und in
welchem Zeitrahmen die Finanzierung aus Eigen- und Zuschussmitteln
erfolgen könnte.
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Auf
Grund der gewonnen Erkenntnisse – geänderte ÖPNV-Führung in der
Sanierungsphase - ist während der Sanierungsarbeiten an der Steinernen
Brücke zu prüfen und zu entscheiden, ob eine ÖPNV-Ersatztrasse entbehrlich
ist.
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Es
ist vom Regensburger Verkehrsverbund eine Planung für eine ÖPNV Anbindung
von Stadtamhof für die Zeit der Brückensanierung vorzulegen.
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Es
ist vom Regensburger Verkehrsverbund eine Alternativplanung für eine ÖPNV
Anbindung von Stadtamhof für die Zeit nach Abschluss der Brückensanierung
zu erstellen unter der Annahme, dass es keine neue ÖPNV-Ersatztrasse gibt.
Denkbar ist dabei auch weiterhin eine Erschließung über die Steinerne
Brücke mittels einer reduzierten Busfrequenz, wenn dadurch der Neubau
einer Ersatztrasse vermieden werden kann.
Begründung:
Die bisherigen Informationen zum Zustand der Steinernen
Brücke und die Erörterungen im Rahmen des „Planungsdialogs Steinerne Brücke“
vom März/April 2005 führen im Ergebnis dazu, dass eine möglichst umgehende
Sanierung der Steinernen Brücke zur Erhaltung dieses einzigartigen Baudenkmals von
Weltrang in der Sache angezeigt und von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung
gewünscht ist.
Nachdem die Steinerne Brücke derzeit, auch nach der
Sperrung für den Individualverkehr, eine bedeutende Verkehrsfunktion für den
ÖPNV in Regensburg hat kann die Sanierung nicht gänzlich isoliert von der Frage
einer sinnvollen Lösung für den ÖNPV gesehen werden.
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand kann nicht mit
abschließender Sicherheit festgehalten werden, dass im gesamtstädtischen
Interesse eine optimierte ÖPNV-Lösung ohne Ersatztrasse gewährleistet werden
kann. Hierzu bedarf es unter anderem einer weiteren Aufarbeitung der Ergebnisse
des Planungsdialogs und entsprechender Modellplanungen für die ÖPNV
Linienführung durch Stadt und RVV.
Bei der Frage des Sanierungszeitpunktes darf auf Grund der
erforderlichen Änderungen der ÖPNV-Verbindungen auch nicht außer Acht gelassen
werden, dass derzeit (voraussichtlich bis Ende 2006) an der Pfaffensteiner
Brücke umfangreiche Bauarbeiten für eine dritte Fahrspur und die Errichtung des
Lärmschutzes auf der Brücke anstehen, die zu Verkehrssperrungen an der Brücke und
damit verbunden zu innerstädtischen Verkehrsverlagerungen, insbesondere auf die
für den ÖPNV sensiblen Bereiche Nordgaustraße, Frankenstraße, Wöhrdstraße und Nibelungenbrücke führen werden.
In Würdigung dieser Ausgangslage scheint die, in den o.g.
Ziffern 1 bis 8 aufgezeigte Vorgehensweise, ein realistisch möglicher und in
der zeitlichen Abfolge umsetzbarer Weg zu sein, die Ziele, Sanierung der Brücke
und langfristig sinnvolle Gestaltung des ÖPNV zu erreichen.