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SPD-Schnaittach
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Name:Georg Brandmüller
Email:g.brandmueller@schnaittach.de
Nachricht:
Sehr geehrte Mitstreiter/innen um ein „besseres Schulsystem“!
Für das Interesse danke. Allerdings bringen derartige
Internetdiskussionen wenig, wenn das entsprechende Hintergrundwissen
fehlt, parteiinterne Informationen nicht fließen und die falschen
Schlüsse gezogen werden.
Das Problem bei der Diskussion um
die Sanierung der Kirchröttenbacher Schule liegt einfach darin, dass
sie weg von Fakten und Realitäten auf der emotionalen Ebene geführt
wird. Wir wissen doch, dass Emotionen oftmals schlechte Berater
sind.
Zu den Fakten:
1. Das staatliche Schulamt informiert
darüber, dass im Schuljahr 2006/07 knapp über 7.000 Grundschüler im
Nürnberger Land eingeschult werden. In den kommenden Jahren sinkt
diese Zahl auf knapp unter 6.000 Kinder. Innerhalb eines relativ
kurzen Zeitraums verringern sich die Einschüler im Landkreis um mehr
als 1.000 Kinder.
2. Wir wissen um das Altern unserer
Dorfbevölkerung und die Tatsache, dass junge Männer und Frauen die
Dörfer aus Mobilitätsgründen (Arbeitsplatz) verlassen. Es leben in
den Dörfern einfach weniger Familien mit Kinderwünschen. Dies ist
leider keine Schwankung, sondern eine stete Entwicklung. Warum leben
unsere eigenen Kinder nicht mehr im Ort?
3. Wir kennen die
Schulsituation rund um Kirchröttenbach und wissen, dass im Dreieck
Eckental, Lauf und Schnaittach genügend wohnortnahe Schulen
vorgehalten werden. Und wir wissen, dass in Eckental Grundschulen
infolge zu geringer Schülerzahlen in den ersten Klassen um ihre
Existenz fürchten.
All diese überörtlichen Gründe erfordern
einen Blick über den Tellerrand, sollten bei einer fundierten
Entscheidung allerdings auch berücksichtigt werden.
4. Der
Bürgermeister hat seine persönliche Meinung vorgetragen. Dies aus
Respekt vor der Meinung anderer und weil ich meine Ansicht nicht als
die allein Richtige verkaufe. Dennoch decken sich hier persönliche
Ansicht und Meinung des Bürgermeisters.
5. Es fand nie ein
Sinneswandel statt und der Bürgermeister hat seine Meinung auch
nicht geändert: Im Jahr 2009 beteiligt sich der Markt am Run auf
Fördergelder des Konjunkturpakets. Sämtliche Beschlüsse bezogen sich
nicht auf spezielle Projekte. Die Schule Kirchröttenbach war ein
Objekt innerhalb eines Pakets. Beim Öffnen des Pakets und den
konkreten Zahlen zu Kirchröttenbach merken wir, dass die Sanierung
nun doch kein Schnäppchen wird. Anhand dieser konkreten Zahlen fand
dann die Meinungsbildung konkret über das Projekt Kirchröttenbach
statt. Diese war immer eindeutig. Deshalb stimmt auch die
Argumentation „wir konnten infolge vorheriger Beschluss nicht anders
entscheiden“ nicht und ist auch so nicht akzeptabel. Niemand bleibt
in einem falschen Zug sitzen, wenn er die Chance zum Umsteigen
bekommt.
6. Es geht nicht um elitäre Bildung und es geht vor
allem nicht um eine Entscheidung gegen Kirchröttenbach. Unser Ziel
ist ein optimales Grundschulangebot an einer modernen Schule für
alle Kinder. Verbunden mit Ganztagesunterricht, zusätzlicher
Betreuung, Hausaufgabenhilfe usw. Finanziell und logistisch ist dies
nur an einem Schulstandort zu schaffen. Deshalb sollten wir uns ganz
auf den Schulort Schnaittach konzentrieren.
Beispiele zur
Logistik:
Ein Ganztagesangebot muss auch für den Bullacher
Schüler in Kirchröttenbach gelten. Nimmt er dies in Anspruch, müssen
wir den Schüler täglich mit dem Taxi zur Schule befördern. Dies
obwohl wesentlich nähere vergleichbare Angebote in Lauf und Eckental
vorhanden sind. Ist dies sinnvoll?
Oder: Bis auf die
Kirchröttenbacher Kinder sind alle Schüler auf den Schulbus
angewiesen. Von Freiröttenbach aus fahren sie über Großbellhofen
sechs Kilometer nach Kirchröttenbach. Nach Schnaittach wären es
vier. Ebenso geht es den Kindern aus Großbellhofen. Wo ist denn für
diese Kinder die wohnortnahe Schule?
Und: Zum Turn- und
Schwimmunterricht ist der ständige Transport Kirchröttenbacher
Schulkinder nach Schnaittach erforderlich.
Lehrer wechseln
zwischen beiden Schulstandorten. Dies verhindert einheitliche
Stundenpläne mit gleichen Schulschlusszeiten. Ergebnis: Zusätzlicher
Schülertransfer nötig.
7. Warum wird behauptet, dass nie mit
den betroffenen Bürgern gesprochen wurde? Im letzten Jahr fand eine
zusätzliche Bürgerversammlung - mit anwesenden FW-Markträten - in
Kirchröttenbach zu diesem Thema statt. Auch mit den Elternbeiräten
und Lehrkräften besteht Kontakt.
8. Die Verwaltung ist nicht
parteipolitisch zu vereinnahmen. Sie liefert Zahlen z. B. über
Geburten oder Kosten. Nicht mehr und nicht weniger hat unsere
Verwaltung im Prozess um die Schule Kirchröttenbach neutral getan.
Mich wundert es sehr, dass der Verwaltung nun Parteinahme
vorgeworfen wird. Gründe dafür kann ich nicht finden.
9.
Verlangt wird eine schulpolitische Grundsatzdiskussion. Diese führen
wir seit Jahren. Denken wir an die öffentlichen Diskussionen mit
einem Herrn Wenzel zum Thema der Regionalschule und die vielen
Veranstaltungen vor der Landtagswahl. Seit fast einem Jahr
beschäftigen sich unsere politischen Gremien intensiv mit den Sorgen
der Hauptschule auf dem Weg zur Mittelschule. Eine Wiederholung
dieser Diskussionen für Leute, die sich in den letzten Jahren an
diesen Aktivitäten nicht beteiligten, ist leider nicht möglich. Und
jetzt lassen die engen Fristen des Konjunkturpaketes zeitintensive
Grundsatzdiskussionen nicht zu.
10. Manchmal haben gerade die
Menschen an den Stammtischen ein sehr gutes Gespür für ehrliche
Politik. Diese Menschen spüren ob politische Entscheidungen infolge
der Abwägung von Argumenten erfolgen oder ob es sich um Klientel-
und Gefälligkeitspolitik handelt. Gerade im vorliegenden Fall
schätzen die Stammtische die getroffene Entscheidung einiger
Markträte schon richtig ein. Und nicht nur Stammtischbesucher
merken, dass diese Entscheidung uns im Bemühen um eine moderne,
leistungsfähige Grundschule zurückwirft.
Mit freundlichem
Gruß
Georg Brandmüller
Name:Stephan Tralau
Email:s.tralau@web.de
Nachricht:Liebe Freunde, was für ein affektiertes Geschwafel.
Jeder Mensch (auch die SPD) hat das Recht seine Meinung zu
ändern, aber eure Mitmenschen haben auch das Recht, diesen
Sinneswandel nachvollziehen zu können.
Ihr habt fast zwei Jahre
für den Erhalt der Schule in Kirchröttenbach gestimmt (zuletzt im
Dezember 09) und auch ihr habt, entgegen aller öffentlichen
Diskussion, dass nun endlich der Kernort an der Reihe ist, für die
Zuweisung des Konkunkturpaketes 2 nach Kirchröttenbach gestimmt.
Dann sollte, mit hohem persönlichen Druck, den sich teilweise eure
als auch unsere Gemeinderäte entzogen haben, euer Sinneswandel im
Marktrat abgesegnet werden.
- ein Sinneswandel ohne einen
fundamentalen Antrag für die zukünftige Bildung in Schnaittach
(warum habt ihr keinen ordentlichen Antrag vorgelegt?)
- ein
Stimmungswandel, der mit persönlichen Worten eines Georg
Brandmüllers, und ausdrücklich nicht die des Bürgermeisters
begründet wurde (sh. SPD HP)
- Ein Sinneswandel, der mit keiner
anderen Fraktion, respektive den betroffenen Bürgern vorher
besprochen wurde
- ein Sinneswandel. der viele Fragen zum Handeln
der (aktuell) von der SPD dominierten Verwaltung offenlässt
Auch
wenn ihr an vielen Stammtischen derzeit Zustimmung findet, es geht
nicht um die Schließung eines Bahnhofklos, es geht um die Schließung
einer \"Teil\"schule, die für viele Kinder und Familien ein
Indentifikationsort ist.
Also Nichts, mit dem eine Partei sich
rühmen kann. Es ist nur ein weiterer Meilenstein zur Umkehr der
allgemeinen Bildungsgesellschaft in elitäre Bildung, die durch
Helmuth Kohl nach Willy Brandt vollzogen wurde.
Meine
Konsequenz:
Lasst uns endlich ehrlich miteinander reden und
gemeinsam handeln. Die Zeit für persönliche oder parteibezogene
Eitelkeiten ist schlicht vorbei.
Lg
Stephan Tralau
Name:irmi vollmuth
Email:irmi.vollmuth@gmx.de
Nachricht:Für mich ist es immer wieder erstaunlich wie
realitätsfremd in Sachen Schule argumentiert wird. Das Weiterleben der
Grundschule Kirchröttenbach wird letztendlich nicht von der Gemeinde,
also vom Gemeinderat bestimmt, sondern ausschließlich von der
zuständigen Schulbehörde und damit nach Anweisungen und Bestimmungen
des Kultusministeriums.Von dort wird Schülerzahl pro Klasse, also auch
Mindestschülerzahl vorgegeben. B ei Nichterfüllen werden Klassen
zusammengelegt. Schnaittach hat eine Grundschule mit 2 Standorten. Die
Gesamtschülerzahl aller zum Ort gehörenden Gemeindeteile ist
entscheidend für die Zahl der Schulräume, die die Gemeinde
bereitstellen muss.
Die Gemeinde ist nur Schulhausverwalter nicht
Schulverwalter und deshalb ist das Leben oder Überleben der
Kirchröttenbacher Schule in erster Linie Sache der Schulverwaltung.
Als Pädagogin und Mutter von 3 Kindern sind mir niedrige Schülerzahlen
pro Klasse mehr als wünschenswert.
Bei der jetzigen Finanzlage des
Freistaates Bayern ist mit einer wesentlichen Senkung der
Klassenschülerzahl (derzeit 29) nicht zu rechnen.
Name:Karlheinz Lang Marktgemeinderat (SPD)
Email:karlheinz-lang@web.de
Nachricht:Lieber Stefan Tralau, Sie brauchen bei uns nicht
antichambrieren und bitte ersparen Sie uns Ihre Ratschläge bzw.
Krokodilstränen. Zum einen muss ich daran erinnern, dass wir in
Schnaittach eine Grundschule mit 2 Standorten (in Schnaittach und in
Kirchröttenbach) haben. Es ging also nicht darum eine Grundschule zu
schließen, sondern darum (so wie es ein versierter Unternehmer auch
tun wird) die Kapazitäten dem geändertenden (Markt-)Bedingungen
(Entwicklung der Schülerzahlen im Vergleich zu den Kosten) anzupassen.
Ich glaube, dass jedem Marktrat die Parameter, die der zu treffenden
Entscheidung zugrunde lagen bekannt gewesen sind. Die da waren:
Entwicklung der Schülerzahlen, Mittelfristige demographische
Entwicklung, die Kosten dieser Investition, die Entwicklung der
Einnahmen der Gemeinde als Folge der Wirtschaftskrise und damit
verbunden die Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt. Jeder Marktrat
hätte wissen müssen, dass die Umsetzung dieser Investition (sprich:
Vorfinanzierung, Kreditaufnahme) der Marktgemeinde den
Gestaltungsspielraum für alle anderen wünschenswerte Projekte
(Turnhallensanierung, Nahwärme etc.) raubt. Wenn ein Marktrat dies
nicht zu erkennen vermag, dann ist es jedenfalls nicht darin
ursächlich, weil die Diskussion nicht offen verlaufen ist. Ich
jedenfalls, habe meine Entscheidung gegen (den auf Dauer nicht zu
haltenden Schul-Standort) Kirchröttenbach, nach Abwägung aller Pro-
und Kontras treffen können und auch in diesem Sinne für alle
Schnaittacher Schüler so getroffen. Natürlich gibt es auch Gründe für
Kirchröttenbach zu stimmen; Opportunismus ist auch einer davon.
Name:Stephan Tralau
Email:s.tralau@web.de
Nachricht:Liebe Freunde von der SPD Schnaittach,
es ist
unstrittig, dass sowohl die Einwohner- als auch die Geburtenzahlen in
Schnaittach und anderen ländlichen Gebieten fallen. Aber gerade da
liegt ja die Herausforderung. Wir sind gefordert, gemeinsam ein
attraktives und finanziell weitgehend unabhängiges Schnaittach zu
schaffen. Und dazu gehört eben auch das Bildungsangebot. Hier haben
wir das Problem der Grundschulen aber eben auch die Gefahr, dass
unsere Hauptschule durch die Pläne der Landesregierung zerstört werden
könnte.
Ich habe die Bitte und die Hoffnung, dass die SPD in
Schnaittach bei so wesentlichen Entscheidungen, wie die Schließung
einer Grundschule, vorher mit uns, der FWG (und natürlich auch mit den
anderen Fraktionen), Kontakt aufnimmt und eine gemeinsame Strategie
festlegt. Und, dass eine solch elementare Entscheidung in einen
zukunftsweisenden Antrag, wie wir das Bildungsangebot in Schnaittach
und seinen Ortsteilen sicher stellen wollen, eingebunden wird.
Fast 2 Jahre haben sich alle Fraktionen im Schnaittacher Marktrat für
die Schule und seiner Sanierung in Kirchröttenbach ausgesprochen. Auch
wenn es viele Argumente für Euren Vorschlag gibt, so hätte ich mir
eine offene Diskussion und Meinungsbildung im Vorfeld gewünscht.
Das Abstimmungsverhalten der FWG ist nicht als Absage für eine
gemeinsame Arbeit zu verstehen, sondern als Aufforderung, sich
zusammen zu setzen, und eine gemeinsame Strategie aller im Marktrat
vertretenen Fraktionen für unser Schnaittach zu erdenken. Nur so sind
wir in der Lage, klare Prioritäten zu setzen und Großprojekte, wie z.B
ein Biomassekraftwerk mit Nahwärmenetz zu realisieren.
Die
finanzielle Aussatttung der Gemeinden wird immer schlechter, nur wenn
wir, gemeinsam mit der Bevölkerung über neue Strategien und
Einnahmequellen nachdenken und diese zügig realisieren, können wir
Schnaittach's Zukunft sichern.
Mit freundschaftlichen Grüßen
Stephan Tralau
Ortsvorsitzender der FWG Schnaittach
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